Montag, 23. Februar 2009

Was tut man, wenn man nichts mehr tun muss?

Ich habe mir diese und ähnliche Fragen schon oft gestellt. Hier auf dem Blog und auch sonst.
Im Moment mache ich etwas Video, etwas Ton und so. Vor allem und so. Habe ich jedenfalls das Gefühl, auch wenn es nicht zutrifft/zutreffen muss.
Wenn mich jemand fragt was ich das letzte halbe Jahr getan habe weiss ich meistens nicht was ich sagen soll. Es fällt mir einfach Nichts ein, keine Ahnung was ich gemacht habe.
Dann, nach langem Grübeln fällt mir mal ein Projekt ein. Und dann waren da doch noch Workshops. Ach ja, das andere Projekt. Und dann natürlich noch dieses und jenes.
Eigentlich war es doch noch Einiges. War das viel? Oder nicht? Alles fällt aus der Relation.

Es ist so verdammt schwer wenn man niemand im Nacken hat der sagt: " Jetzt mach mal! Hör auf dich selbst zu bemitleiden, nimm den Kopf aus dem Sand und mach mal was. Wenn du schon einen schlechten Tag hast kannst du ja wenigstens was Sinvolles machen. Oder es zumindest versuchen. (gopfertaminamal)".
Manchmal klapt das ja ziemlich gut, wenn man sich das selbst sagt. Aber nicht an den Tagen an denen es man am Nötigsten hat.
Und man will ja aus jedem Tag das Beste herausholen, denn man kann ja tun und lassen was immer man möchte. Und nicht: Huch, ein schlechter Tag, naja, ich war arbeiten, habe Geld verdient. Nicht so viel erledigt im Geschäft, aber ich war immerhin da. Also hatte der Tag einen Sinn und Morgen ist wieder besser.
Sondern: Fuck! ein Tag für den Arsch! Vorbei und er kommt nicht wieder. Mist.

Ich will aus meinem nicht vorhandenen Alltag ausbrechen. Alles was nicht da ist, hinter mir lassen und mein Leben umkrempeln.
Das Problem ist nur das sich sowieso schon jeder eizelne Tag wie ein Neuanfang anfühlt. Es braucht so wahnsinnig viel Energie um irgendwas konstant zu halten.

(Entschuldigt sei die Vulgärsprache, aber es ist das Einzige was hier passt)

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

mann tut sich anmelden für einen wettbewerb, erzählt allen dass zu diesem und jenem datum man dies und jenes vorführen wird, man fixt die ausstellung, man macht für jemand anderen (ich wüsste auch für wen :) ) etwas, man nimmt geld für das was man tut, dann muss mans tun, oder man besauft sich ganz einfach!

Anonym hat gesagt…

So schwierig solche Momente auch sind, sie gehören zu den wichtigen Stufen eines kreativen Lebens. Der Geist meint, keine eindeutige Richtung zu gehen, der Körper vergisst ab und zu seine ursprüngliche Kraft. Alles scheint etwas verschwommen. Und genau auf diesem Felde, unerkannt, noch formlos, wächst eine noch unerkannte neue Blume. Sie braucht Zeit, um aus der Erde zu brechen. Gib ihr die Geduld, ich weiss, dass sie wunderschön wird.