Mittwoch, 16. September 2009

Mal uf schwiizerdütsch (verschenkt, eingentümerin bekannt):

ich ha kei ahnig woni bi,
aber ich laufe wiiter.
ich ha kei ahnig wohi ich gang,
aber ich laufe wiiter.
ich weis nur wasi mach,
und ich laufe wiiter.

d hügel tauched uf
und verschwinded hinder mir.
d strass wird mal schmäler
und denn au wider breiter
und ich laufe wiiter.
ich laufe wiiter.

da häts die sunne under-
und natürlich au die ufgäng,
si sind alli wunderschön.
ich bi erfüllt vo dere pracht
und ich laufe witer.

mängisch dänk i au a dich,
weis aber nöd mit was für gfühl,
dänke dänn a öpis anders,
und ich laufe witer.

ich bi nöd einsam, nur elei
i dere landschaft nur en punkt,
wo sich langsam fortbewegt.
und ich laufe witer.

und ich dänke au a dich,
mal meh und au mal weniger.
und ich frag mi wasi dir säge würd,
wenni di jetzt wür gseh,
und ich laufe wiiter

d landschaft ziet a mir verbi,
si veränderet sich meh und meh.
dörfer tauched uf
und verschwinded hinder mir.
und ich laufe witer.

und plötzlich stahsch du vor mir da
und ich laufe uf dich zue,
statt wie immer vor dir wägg
und ich ränne uf dich zue,
hebe dich i mine arme
und plötzlich wachi uf.
du lisch näbed mir,
ich han träne i de auge und frag mi:
"wie han ich das verdient?"

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